Kundalini Yoga für Alle mit Anja Escherich
yoga@anja-escherich.de . Tel 0177 2444342

Am Morgen
Di. 10.00 - 11.30 Uhr
Yogazentrum Hoheluft . Breitenfelderstr. 8a . Garteneingang
Der Kurs ist offen für alle und kann auch über den NDR Betriebssport gebucht werden.
Die Kriyas stärken und reinigen Deinen Körper, die Meditation richtet Deinen Geist aus.
Wunderbar positiv und inspiriert kannst Du nun in den Tag gehen. Komm vorbei.
Flyer [316 KB]
www.yogahoheluft.de

Am Abend
Mo. 20.30 - 22.00 Uhr
ETV . Bundesstrasse 96 . 20144 Hamburg
Kundalini Yoga mit Anja Escherich im Gym IV
www.etv.hamburg

Do. 20.00 - 21.30 Uhr
Yogazentrum Nanak Niwas [Klingeln: Yogazentrum | 3HO] . Heinrich-Barth-Straße 1 . 20146 Hamburg
Kundalini Yoga mit Anja Escherich [Probestunde: 5 EUR]
www.nanakniwas.de

Fr. 17.30 - 19.00 Uhr . [Sportspass] Schule Humboldstrasse 89 . Halle hinten links auf dem Hof
[Frühjahrs- und Herbstferien durchgehend !!]
Bitte Matte und Decke mitbringen.
[Hier kannst du gerne eine Probestunde machen. Anmeldeformulare habe ich dabei.]

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Kundalini Yoga vereint Haltung, dynamische Bewegungen und Meditation, bewusste Atemführung und Klang (Mantra). Dabei richtet es sich auf das Spüren der eigenen Lebensenergie aus, und führt Dich dahin, den täglichen Anforderungen inspiriert, kraftvoll und gleichzeitig entspannt und freudig zu begegnen.

Häufig genutzte Kundalini Yoga Mantren
[PDF 94 KB]

Weitere informationen zu Kundalini Yoga
www.3ho.de
Hochzeit auf dem Yogafestival - Guru Guru Ram Das Guru
www.youtube.com
Hochzeit auf dem Yogafestival - Mere Man Loche
www.youtube.com
Hochzeit auf dem Yogafestival - Keeta Lorem Nam
www.youtube.com

Ein Paradox, um gegenläufige Pole zu einen
Perfekt ist, dass sich alles wandelt
Von Anja Escherich
März 2019

Als wunderbar erhellend, motivierend und sinnstiftend erlebe ich die Idee, Perfektionismus anzustreben. Wenn ich glaube, etwas könnte nicht perfekt gewesen sein, wird gerade das mein Antrieb sein, es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Gehe ich diesen Weg spielerisch, gewinne ich – selbst, wenn ich nie ankomme. Nur – verurteile ich mich, entferne ich mich.

Perfekt ist die Yogastunde, wenn alle glücklich, erhoben und bereichert sind. Erlebt habe ich beim Unterrichten, dass das, was für mich noch nicht perfekt war, für andere genau richtig und somit perfekt war. Diese Erfahrung entspannt.

Yoga ist perfekt, wenn sowohl bedingungslose Hingabe als auch unendliche Akzeptanz und gleichzeitig die Kraft und Lust auf Wirken und Bewegen erwacht. Darin liegt auch ein Paradox, das gegenläufige Pole zu einen vermag.

Hat das Göttliche 'göttlicherweise' Fehler?

Perfekt ist die Malerei, wenn jedes Pigment an der richtigen Stelle sitzt. Um das Pigment dahin zu bewegen, braucht es Zeit, Erfahrung und Mut. Mut, um Zufälle und unerträgliche Zwischenstände auszuhalten und zuzulassen. Da liegen Schichten übereinander, bis endlich ein letztes Pigment alles abrundet. Und eigentlich ist die Malerei deswegen perfekt, weil sie von den vielen kleinen Unstimmigkeiten lebt. Wie die Teppiche, die in der arabischen Welt einen kleinen Fehler eingewebt bekommen, um dem Göttlichen Respekt zu zollen. Sind die Fehler da, um dem Göttlichen nicht zu nahe zu kommen, oder um dem Göttlichen nahe zu kommen, weil das Göttliche 'göttlicherweise' Fehler beinhaltet?

Perfekt ist die Meditation. Einige Tage und Nächte in Meditation und davon nur wenige Momente in Shunia. Und kaum dass ich das wahrnehme, ist es auch schon wieder gewandelt. Perfekt ist, dass sich alles wandelt – nicht jedoch jede Phase des Wandels. Ich sitze mit weit aufgerissenen Augen da und beobachte, nehme gelassen hin, dass meine Wahrnehmung ihr Spiel mit mir treibt. Und ahne, dass wohl eigentlich alles perfekt ist, wie es ist, weil es ist.

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Vielfalt leben
Turban tragen – oder nicht
Von Anja Escherich
November 2017

Als ich vor 29 Jahren das erste Mal nach Indien reiste, traute ich mich kaum aus meinem heruntergekommenen Hotel in der Paranganj heraus. Sicherheitshalber verbrachte ich Stunden damit, die Straßenszenerie zu beobachten. Babas mit Dreadlocks mäanderten, schöne, aufgerichtete Rajestanifrauen mit langen bunten Röcken und Metallgefäßen auf dem Kopf schritten vorbei. Feine braune Frauenhände wählten bunte gläserne Armreifen aus den Auslagen und strichen sich anmutig durch die Haare, dazwischen viel Wildes, Beängstigendes, Fremdartiges...

Vom Hippie zum Geschäftsmann

Oben auf dem Dach meines „Bright Hotels“ fu?hlte ich mich geborgener, als einen Schritt auf die Strasse zu wagen. Alles was „Hippie“ schien, war mir zu der Zeit nah: Auf der gegenu?berliegenden Seite der Gasse, auf Höhe meines Ausgucks, beobachte ich fru?hmorgens einen Mann, der mit wildem Bart und zotteliger, langer Mähne auf sein Dach tritt. Dem bin ich zugeneigt. Diese wilden Zotteln kenne ich von den Stränden, an denen ich gelebt habe. Hier ist vielleicht jemand, dem ich vertrauen kann. Leiden mag ich ihn auch. Okay, weiter beobachte ich die Szenerie. Dazwischen laufen Frauen mit bunten Saris und rundliche Brahmanen, u?berall wird gekocht. Unten kommt jemand aus der gegenu?berliegenden Haustu?r. Ein streng gebundener Turban, ein drapierter Bart. Immer noch ein prächtiger Mann und jetzt jedoch aufgerichtet, konzentriert, ein Geschäftsmann ... ist es derselbe?

Durch andere Regionen unserer Welt kam ich u?ber den Hamburger Isestraßen-Ashram zum Internationalen Yogafestival. Dort waren wieder diese Menschen, die so konzentriert, geradlinig, kraftvoll und aufgerichtet mit dem Turban vorbildhaft gerade stehen und zur ‚Rock out Nacht’ ihre darunter verborgenen wilden Mähnen fliegen lassen. Den einen Aspekt, das Poetische, Ku?nstlerische, Träumende und Ahnende, kannte ich gut. Den anderen - konzentrierten, klaren, ausgerichteten - wollte ich kennen lernen. Mittlerweile kann ich beides, mit oder ohne Turban.